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Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Freitag, 18. April 2014:
Losungstext:
Du, Herr, bist gut und gnädig, von großer Güte allen, die dich anrufen.
Psalm 86,5
Lehrtext:
Jesus rief laut: Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände! Und als er das gesagt hatte, verschied er.
Lukas 23,46


Ein Gott der Lebenden

Licht und Leben

Die „Lichtelzeit“ ist angebrochen. Vor allem in erzge-birgischen Familien wird im Advent „gelichtelt“.  Ker-zen werden angezündet, Lieder gesungen, Geschich-ten gelesen. Lichteln ist gemütlich und anheimelnd. Das flackernde, milde Licht der Kerzen verbreitet eine beruhigende, wohltuende, geheimnisvolle Atmosphäre.

Ganz anders als das blendende, schwankungsfreie, technische Licht der Beleuch-tungsmittel, die den Advent inzwischen dominieren und ihn allzu oft verzerren. Statt zu beruhigen, kann solches Licht aggressiv machen, statt anheimelnd wirken die vielen Lämpchen kitschig. Und für ein Geheimnis ist kein Platz mehr.

Johannes schreibt am Beginn seines Evangeliums vom größten Geheimnis, das die Welt kennt: Gott wurde ein Mensch. Das bedenken wir im Advent und feiern wir zu Weihnachten. Johannes erzählt dazu keine Geschichte, sondern drückt dieses Geheimnis in Poesie aus. Er dichtet einen Hymnus. Jeder Satz hat sein Gewicht. Einer dieser gewichtigen Sätze lautet. „In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen.“ (Johannes 1, 4 – Monatsspruch für Dezember). Dass Licht und Leben zusammengehören, wissen wir aus der Biologie und Biophysik. Johannes geht es aber um mehr als um unser biologisches Dasein. Wenn er vom Leben spricht, meint er ein Leben, das uns mit Gott verbindet. Sinnvolles, ausgefülltes, ewiges Lebens, das nicht einmal vom Tod zerstört werden kann. Solches Leben hat Jesus vorgelebt. Er ist das Licht der Welt und bringt die göttliche Lebensart in unserer Welt zum Leuchten. Wer mit Jesus verbunden ist, wer an ihn glaubt, hat Anteil an diesem seinem Leben.

Vieles von dem, was dieses Jesus-Leben ausmacht, spiegelt sich im Schein der Kerzen wieder. Kerzenlicht verlangt Hingabe, es leuchtet, weil sich die Kerze verbraucht. Kerzenlicht ist Gefahren ausgesetzt, droht zu verlöschen, steht für Verletzlichkeit. Kerzenlicht vertreibt nicht die Finsternis durch grelles Blenden, sondern durchdringt sie mit seinem warmen, wohlmachenden Schein. Dieses Licht schafft eine Atmosphäre des Friedens und der Liebe. Jede Kerze im Advent kann so zum Hinweis werden auf das eine Licht, das in Jesus Christus gekommen ist und uns zu einem Leben im Lichte Gottes einlädt. Vielleicht denken Sie daran, wenn Sie im Advent wieder „lichteln“.

Eine erfüllte Weihnachtszeit und ein gesegnetes Jahr 2014 wünschen Ihnen die Kirchvorsteher und Mitarbeiter der Kirchgemeinde und

Ihr Pfarrer Daniel Förster