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Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Freitag, 16. November 2018

Es ist kein Fels, wie unser Gott ist.
1.Samuel 2,2

/Jesus spricht:/ Wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute.
Matthäus 7,24

Termine in dieser Woche

18. November 2018   Vorletzter Sonntag d. Kj.
18. November 2018   10:00 Uhr   Adelsberg   Gottesdienst

Zeit und Ewigkeit

Es sind die großen Fragen, die der Prediger, ein alttestamentlicher Weisheitslehrer, bewegt. Aus ihm spricht nicht der jugendliche Überschwang, der meint, die Welt retten zu können, wenn es nur mal einer richtig anpackt. Abgeklärt, ernüchtert, mitunter melancholisch wirkt der Prediger mit seinen Gedanken. Manche vermu-ten, er stecke fest in einer Art Midlife-Crisis. Vieles hat er schon erlebt, manches erreicht. Erfolg ist ihm nicht fremd, das Leben hat er genossen. Und doch drängen sich ihm die Fragen nach dem „Wozu“ und „Warum“ auf. Ist das schon das Leben? Was gibt es noch? Was bleibt von allem Erfolg und aller Mühe?

„Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit“. Das klingt nicht depressiv, eher dankbar und ehrlich, aber auch desillusioniert. Der Mensch hat Chancen und Möglichkeiten und stößt doch immer wieder an seine Grenzen. Alles hat seine Zeit. Wirklich weise ist, wer mit beiden zu leben versteht, wer sowohl die Chancen annehmen kann als auch die Begrenzungen. Die Chancen zu sehen, bewahrt vor Resignation und Depression, die Grenzen zu bejahen vor Selbstüber-schätzung und Maßlosigkeit. Um wirklich weise zu werden, muss ein Mensch weiter sehen als bis dahin, was vor Augen ist. Zum Leben gehört das Gespür für Gott und seine Ewigkeit. Dieses Gespür ist uns ins Herz gelegt. Unsere Fragen nach dem „Warum“ und „Wozu“ berühren eine Dimension unseres Lebens, die über das Irdische hinausführt. „Du hast uns geschaffen, Gott Vater, zu dir hin“, sagt Augustin und führt weiter aus: „Unruhig ist unser Herz, bis es  Ruhe findet in dir.“  Wir sind als Menschen Beziehungswesen auf Gott hin. Wer diese Saite auf der Klaviatur seines Lebens, die Saite seiner Gottesbeziehung, nicht anschlägt, lebt eintönig, lässt seine Seele verarmen, engt sich selbst ein.  

Zugleich sieht der Prediger, wie unerreichbar und unergründlich Gott für uns bleibt, mitunter gar fremd und verborgen. Deswegen flieht er nicht vor Gott. Gott los sein zu wollen, wäre für ihn töricht. Andererseits - und das ist erstaunlich - zieht er sich auch nicht auf die großen Geschichten zurück, mit denen Gott sich den Menschen gezeigt hat. Nicht ein einziges Mal spricht er den jüdischen Gottesnamen aus. Gott bleibt für ihn nah und unnahbar zugleich. Diesem Widerspruch weicht der Prediger nicht aus, vielmehr hält er ihm stand. Dazu gehören Mut und Gottvertrauen.

Im Namen aller Mitarbeiter und Kirchvorsteher grüßt Sie herzlich
Ihr Pfarrer Daniel Förster