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Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Montag, 11. Dezember 2017

Der HERR segne dich und behüte dich.
4.Mose 6,24

Segnet, weil ihr dazu berufen seid, auf dass ihr Segen erbt.
1.Petrus 3,9

Termine in dieser Woche

17. Dezember 2017   3. Advent
17. Dezember 2017   10:00 Uhr   Adelsberg   Gottesdienst
17. Dezember 2017   16:00 Uhr   Kleinolbersdorf   Gottesdienst

Weihnachten – Gott besucht uns!

Die Weihnachtszeit ist die Zeit der Besuche. Zum Fest der Familie gehören die Begegnungen mit Verwandten und Freun-den. Wir kommen zusammen, weil wir uns aneinander freuen und Anteil geben möchten. Besuche sind Ausdruck von Wert-schätzung und Zuneigung. Wer Besuch empfängt, bereitet sich darauf vor, damit die Gäste sich wohlfühlen. Dabei kennen wir auch die Pflichtbesuche. Gerade zu Weihnachten verlangen Tradition oder Anstand mitunter danach. Man hat sich gesehen, aber ist sich nicht begegnet. Ein Pflichtbesuch ist eine traurige Veranstaltung.

Im Lukasevangelium ist uns der Lobgesang des Zacharias überliefert. Zacharias singt davon, wie Gott seine Verheißungen erfüllen und sich seinem Volk zuwen-den wird. Er kommt die Menschen besuchen: „Durch die herzliche Barmherzig-keit  unseres Gottes, wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höher, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.“  Zacharias vergleicht den Besuch Gottes mit dem Aufgehen des Lichtes am Morgen. Dieses göttliche Licht vertreibt die Finsternis, die Todesschatten müssen weichen. Hier im Erzgebirge prägt die Metaphorik von Licht und Finsternis das Weihnachtsfest. Im Finstern ist kein Leben möglich. Die Finsternis macht Angst, sie lässt keine Begegnung zu, weil wir einander nicht wahrnehmen. So werden wir in der dunklen Jahreszeit verstärkt an das erinnert, was wir entbehren müssen, wir werden uns unserer Sehnsucht nach Geborgenheit und Liebe bewusst.

Davon singt Zacharias in seinem Lied. Und er singt von Gott, der kommt, um die-se Finsternis zu vertreiben, für Christen ein Hinweis auf die Geburt des Christus, der später von sich sagen wird: „Ich bin das Licht der Welt und wer mir nach-folgt, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8,12)  Mit Jesus ist das Licht, das Zacharias verheißen hat, nicht mehr nur Erwartung, sondern ist Ereignis, ja Person geworden. Mit Jesus möchte Gott zu einem jeden von uns kommen. Dieses Kommen ist für ihn kein Pflichtbesuch. Seine Absicht ist echte Begegnung und Anteilnahme. Deshalb wird er zum Kind in der Krippe, deshalb geht er seinen Weg bis ans Kreuz. Dem Schatten des Todes setzt er sich bewusst aus, damit wir in diesem Schatten nicht ohne ihn sind. Gott kommt zu uns, weil ihn seine Liebe treibt. Und er hofft, bei uns anzukommen. Es wäre ein trauriges Weihnachten, wenn wir sein Kommen nur mit Pflicht, Anstand oder Tradition beantworten würden.         

Ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute im neuen Jahr wünscht im Namen aller Mitarbeiter und Kirchvorsteher
Ihr Pfarrer Daniel Förster