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Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Donnerstag, 25. Mai 2017

Jene, die fern sind, werden kommen und am Tempel des HERRN bauen.
Sacharja 6,15

/Hananias betete:/ Herr, ich habe von vielen gehört über diesen Saulus, wie viel Böses er deinen Heiligen in Jerusalem angetan hat. Doch der Herr sprach zu Hananias: Geh nur hin; denn dieser ist mein auserwähltes Werkzeug, dass er meinen Namen trage vor Heiden und vor Könige und vor das Volk Israel.
Apostelgeschichte 9,13.15

Termine in dieser Woche

25. Mai 2017   Christi Himmelfahrt
25. Mai 2017   10:00 Uhr   Kleinolbersdorf   Gottesdienst
28. Mai 2017   Exaudi
28. Mai 2017   10:00 Uhr   Adelsberg   Gottesdienst

Die Freiheit nehm´ ich mir!

Eine leicht bekleidet Frau zückt ihre Geldkarte und bezahlt damit ihren Drink. Diese Freiheit gewährt ihr ihre VISA-Card, so die Botschaft im Werbespot. Unter Freiheit verstehen wir, selbstbestimmt und eigenständig agieren und entscheiden zu können. Dabei hat Freiheit auch ihre Grenzen. Sie werden z.B. vom finanziel-len Limit der Geldkarte gesetzt. Oder meine Freiheit  wird eingeschränkt, wenn sie für meine Mitmenschen unzumutbar wird. Genaueres regeln dann Gesetze. Derzeit wird in unserem Land diskutiert, wieweit unser Sicherheitsbedürfnis Freiheiten einschränken darf.

„Wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.“ (2. Korinther 3,17; Monatsspruch für Oktober) Damit weist der Apostel der Freiheit einen Raum zu, innerhalb dessen sie sich entfalten kann. Dieser Raum wird vom Geist Gottes gebildet und zugleich begrenzt. Nur unter der Herrschaft des Geistes kann sich aus Sicht des Paulus wahrhafte Freiheit entfalten. Der Apostel sieht den Menschen, wie er gefangen ist in Zwängen und Ängsten, in Abhängigkeiten und Verstrickungen. Frei davon wird, wer sich an Jesus Christus bindet und dessen Geist an sich wirken lässt. Im Wirkungsbereich dieses Geistes wird unsere Freiheit nicht zum Egoismus, zur Zügellosigkeit oder zur Beziehungskälte verkommen. Vielmehr sorgt Gottes Geist dafür, dass wir die gewonnene Freiheit nutzen, um eigenverantwortlich unser Leben so zu gestalten, wie es der Gesinnung Jesu entspricht. Menschen, die sich auf solch einen Weg  einlassen, reifen so zu wahrhaften Persönlichkeiten.

Beeindruckend wie z.B. Nelson Mandela in seinem Ringen um Versöhnung in seinem von Rassismus und Apartheit geschundenen Land Südafrika dieser Gesinnung Jesu versucht hat zu folgen. Noch während seiner Gefangenschaft hat er die Freiheit erfahren, die aus dem Geiste Gottes erwächst. Als er nach Jahrzehnten aus dem Gefängnis entlassen wurde, hat er gesagt: „Als ich aus der Zelle durch die Tür in Richtung Freiheit ging, wusste ich, dass ich meine Verbitterung und meinen Hass zurücklassen musste, oder ich würde mein Leben lang gefangen bleiben.“  

Im Namen aller Mitarbeiter und Kirchvorsteher grüßt Sie herzlich
Ihr Pfarrer Daniel Förster