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Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Samstag, 1. Oktober 2016

Mein Leben ist immer in Gefahr; aber dein Gesetz vergesse ich nicht.
Psalm 119,109

Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.
Johannes 6,68

Termine in dieser Woche

29. September 2016   Michaelistag
02. Oktober 2016   Erntedank

Der Tod hat verspielt

„Jedes Grauen währt nur bis zum dritten Tag, denn du bist nicht im Tod geblieben. Das Dunkel zieht vorüber und die Auferstehung naht. Jedes Grauen währt nur bis zum dritten Tag.“ (Text: Nicole Vogel; aus dem Oratorium „Drei Tage“ von Johannes Nitsch)

Leicht gesagt und leicht gesungen: Jedes Grauen währt nur bis zum dritten Tag! Manche Grausamkeiten dieser Welt dauern bedeutend länger - der Bürgerkrieg in Syrien etwa oder die Flüchtlingsdramen am Mittelmeer. Auch was Menschen persönlich zu tragen haben, ist nach drei Tagen oft nicht vorüber. Die drei Tage im Liedtext verstehe ich symbolisch. Sie sind ein Hinweis auf Ostern. „Siehe, ich war tot“, sagt Jesus im Spruch zum Osterfest. Drei Tage war er im Tod gefangen, doch dieser konnte ihn nicht festhalten. „Und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ Jesus ist nicht nur dem Tod entkommen, er hat ihn besiegt. „Und ich habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“ Das ist sein Triumph. Er hat die Macht des Todes gebrochen und besitzt nun die (Schlüssel)-Gewalt über diesen großen Feind des Lebens. Er hat ihm den Anspruch genommen, endgültig zu sein.  

Seit dem Ostermorgen hat der Tod verspielt, seine Grausamkeiten sind noch immer mächtig, aber sie sind begrenzt. Sie verbreiten weiterhin Angst und wollen, dass wir resignieren. Im Lied von Nicole Vogel heißt es:

„Wenn der Boden rissig wird, auf dem meine Füße stehn, werd ich meine Augen heben, und ich werd' zum Himmel sehn, und dann weiß ich nur eins: Ich halte fest an dir!“

Es stimmt, der Boden, auf dem wir stehen, ist rissig, er schwankt und droht uns zu Fall zu bringen. Das zu leugnen wäre Augenwischerei. Aber wir sehen nicht nur auf den Boden, auf die Probleme und Ängste, sondern auf den, der sagt: Ich habe die Schlüsselgewalt, und ich bin lebendig und gegenwärtig. Er begrenzt die Macht des Todes. Daran zu glauben und aus diesem Glauben Kraft zu nehmen, lädt uns die Osterbotschaft ein.

Im Namen aller Mitarbeiter und Kirchvorsteher grüßt Sie herzlich

Ihr Pfarrer Daniel Förster