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Zwei Berichte vom Besuch in Parensen

 

Nach vielen Erzählungen meiner Frau und Gesprächen mit anderen Partnertreff- Mitreisenden war ich - zugegeben - sehr neugierig geworden, ein solches Treffen einmal selbst mitzuerleben. Also ließ ich mich einfach darauf ein. Den Termin musste ich mir ganz schön frei boxen und der Start in Chemnitz war auch alles andere als pünktlich. Naja, kann ja nur besser werden! Wurde es auch. Schon der Empfang bei unserer Gastfamilie Wulff ließ auf ein sehr schönes Wochenende hoffen. Trotz verspäteter Ankunft wartete ein liebevoll zubereitetes Abendessen auf uns. Die anschließenden Gespräche mit der Familie und drei weiteren Gästen haben das flüchtige Kennen zum Kennenlernen gemacht. Mitternacht kündigte sich bald an, als wir, mehr aus Vernunft als Lust, auf unser schönes Zimmer gingen und uns auf den nächsten Tag  freuten. Wir sollten Recht behalten.

Nach einem Vier-Sterne-Frühstück traf ich dann im Gemeindehaus die gesamte Partnergemeinde. Da war schon zum ersten Mal das Gefühl, gar kein „Neuling“ zu sein. Die Begrüßung war, als hätte man sich nur ein Jahr mal nicht gesehen. Ich fühlte mich gleich mittendrin. Gleiches galt auch für den Tagungsordnungspunkt zwei: die Bibelarbeit. Zugegeben, nicht ganz meines. Die Art und Weise jedoch hat mich überrascht und mir ein wenig Lust auf „mehr“ gemacht. Nach dem Mittagsimbiss wartete schon der Bus auf uns, um alle ins deutsche Brotmuseum zu fahren. Klarer Höhepunkt dort war das Abendmahl einmal anders, im Freien, mit Brot und Traubensaft. Zwar war ich nur „Zaungast“, jedoch wieder mittendrin in der Gemeinschaft.

Nach dem Kaffeetrinken ging es wieder heimwärts und nach einer kurzen Verschnaufpause fanden wir uns zum gemütlichen Beisammensein im wahrsten Sinne des Wortes, inklusive Grillen, ein. Das Gespräch mit einer ebenfalls neu hinzugekommenen jungen Familie aus Parensen bleibt mir, wie das erneute mitternächtliche Ende des schönen Tages, in guter Erinnerung. Glücklicherweise wurde uns wegen der Zeitumstellung eine Stunde Nachtruhe geschenkt, sodass wir am Sonntagmorgen fit waren. In der eher nüchtern wirkenden Parenser Kirche durften wir einen sehr emotionalen Gottesdienst erleben. Pfarrer Lahmann und Pfr. Förster teilten sich den Dienst. Die Predigt von Pfr. Förster hat mich sehr berührt. Die Geschehnisse in Chemnitz wurden darin anhand verschiedener Bibelstellen sehr gut aufgearbeitet, denn sie waren auch Gegenstand vieler Gespräche am Abend zuvor. Und schon hieß es wieder Mittagessen und der Moment des Abschiednehmens rückte bedrückend näher. So ist es aber eben, auch das schönste Wochenende geht einmal vorüber! Eines steht jetzt schon fest: Die Freude auf das nächste Jahr und das Treffen bei uns in Kleinolbersdorf –Altenhain besteht schon jetzt. Ich möchte gern wieder dabei sein!                                                                             Olaf Hausding

 

Schon im letzten Jahr, bei unserem Gastbesuch in Sachsen, wurde die Planung für dieses Treffen mit einer Einladung zum Gegenbesuch in Parensen begonnen. Wichtig für beide Seiten ist dabei immer ein Bibelgespräch sowie ein aktuelles Hauptthema, was beide Seiten bewegt. Man lernt sich kennen und achten, auch über unterschiedliche Erfahrungen und Ansichten hinweg. Die vielen vorange-gangenen Treffen haben eine tiefe religiöse Freundschaft untereinander entstehen lassen. Am Freitag sind unsere Gäste in den Gastfamilien freundlich aufgenom-men worden. Es galt den neuesten Stand des letzten Jahres miteinander auszu-tauschen. Am Samstagvormittag traf man sich dann gemeinsam im Pfarrhaus. Nach der offiziellen Begrüßung mit einigen Ansprachen, und einem Gastgeschenk überreicht von Pfarrer Förster, gab unser Vorsitzender, Ernst Schirmer, das Programm bekannt. Zunächst blieben wir im Pfarrhaus zum gemeinsamen Bibelgespräch. Das Thema wurde vom Pastor Lahmann vorgegeben. In einer Art „Rollenspiel“ wurde das Thema sehr schnell ein spannendes Erlebnis für alle. Auch die letzten Krawalle in Chemnitz waren ein Thema. Pastor Förster gab die  Erfahrungen der Chemnitzer Kirchgemeinden weiter. Daneben hat auch die Kirche in Sachsen die gleichen Probleme mit dem Zusammenlegen der Gemeinden. Es ist problematisch, wenn die Pastoren nicht mehr vor Ort zugegen sind. Wo bleibt da die Seelsorge? Der Kontakt zu den Gemeindegliedern wird schwierig, wenn die Bezirke immer größer werden. Man muss die Kinder- und Jugendarbeit fördern und stärken. Der Missionsbefehl ist noch nicht aufgehoben. Grenzen sollen nicht trennen, sondern eher verbinden. Vor Ort ansprechbar zu sein, ist sehr wichtig. Wir waren uns einig, dass auf uns viel Arbeit wartet. Nach einer Mittagspause, wo ein kleiner Imbiss gereicht wurde, fuhren wir mit einem Bus in das Europäische Brotmuseum nach Ebergötzen. Hier schauten wir uns nach einer kurzen Einweisung das Museum sowie die vor Ort liegenden Mühlen genau an und ließen uns die Geschichte erzählen. Das war sehr aufschlussreich.

Im Gelände des Museums feierten wir mit selbst gebackenem Brot und Traubensaft das Abendmahl auf einem Steinaltar. Das kam sehr gut an. Auch das im Museum gelegene Café wurde von uns besucht. Wir wurden gut versorgt mit selbstgebackenem Kuchen und Kaffee. Am Abend trafen wir uns im Pfarrhaus zum „Gemütlichen Beisammensein“. Hier wurden hausgemachte Salate und Gegrilltes geboten. Es kam sehr bald Stimmung auf, und bei gemeinsamem Gesang und Austausch war der Abend auch leider wieder zu schnell zu Ende! Am Sonntag trafen wir uns um 10.00 Uhr zum ge-meinsamen Gottesdienst in der Parensener Kirche wieder. Hier hielt der Gastpastor, Daniel Förster, die Predigt, welche noch einmal auf das Hauptthema: „Chemnitz“ ausgerichtet war. Die Posaunen aus beiden Ortschaften begleiteten diesen Gottes-dienst. Im Anschluss wurden uns auch noch einige Stücke auf den Posaunen präsentiert. Es folgte die Abschluss- und Diskussionsrunde. Hier äußerten sich alle sehr positiv über das gelungene Wochenende. Pastor Lahmann spendete einen Reisesegen aus. Es gab auch eine Einladung zum Gegenbesuch in 2019. Als Termin wurde das Wochenende vom 25.10.-27.10.2019 festgelegt. Im Anschluss fand ein gemeinsames Mittagessen im Pfarrhaus statt. Danach verabschiedeten sich alle wieder sehr herzlich voneinander. Auf ein Neues!                                                                                                         Ernst Schirmer

 

 

Rückblick auf den Weg der neuen Glocken zur Kirche

 Die Glocken werden von Innsbruck kommend nach Adelsberg gebracht  

Viele helfen beim Schmücken des Wagens und der Glocken mit

Vierspännig und unter großer Anteilnahme werden die Glocken zur Kirche gebracht.

Der Kirchenvorstand freut sich über die Ankunft der Glocken.

 

Zur Glockenweihe werden sie in dem Altarraum gebracht

 

..., später in den Turm gehoben …                      ...und im Glockenstuhl gehängt.

 

 

 

 

Film zum Glockenguss und zur Glockenweihe

Über den Glockenguss ist ein Film entstanden. Dieser soll mit den zu erwartenden Aufnahmen vom Festumzug und von der Glockenweihe wieder als DVD herausgegeben werden. Die Filme können ab Ende Oktober gegen eine  Spende von 10,00 € im Pfarramt erworben werden. Die Gelder kommen dem Glockenprojekt zugute.

Die neuen Glocken von Adelsberg

Mehr als 50 Gemeindeglieder hatten sich nach Innsbruck aufgemacht, um am 15. Juli den Glockenguss für das Adelsberger Geläut in der Glockengießerei Grassmayr mitzuerleben. Es wurde für alle eine sehr eindrückliche Erfahrung. Schon die Atmosphäre beim Empfang und während der Führung durch die Räume des Museums und der Werkstatt wirkte sehr einladend. Die Firma Grassmayr ist der älteste Familienbetrieb in Österreich, seit 1599 befindet sich die Glockengießerei in Familienbesitz.

die Glockengießerei Grassmayr

Johannes Grassmayr führt in 14. Generation die Geschäfte, sein Bruder Peter ist als Gussmeister für die Arbeit in der Werkstatt verantwortlich. Ihr Vater Christoph Grassmayr ist mit 75 Jahren immer noch dem Betrieb verbunden, führt durch das Museum und moderiert für die Gäste das Geschehen beim Gießen der Glocken.

Grassmayer jun. führt durch das Glockenmuseum

Es war zu spüren, dass hier Menschen nicht nur mit Sachkompetenz ihrer Arbeit nachgehen, sondern mit Liebe und Hingabe ihr Handwerk betreiben und sich bewusst sind, dass sie Werte schaffen, die mit Transzendenz in Berührung stehen. Deshalb beginnt jeder Glockenguss in der Glockengießerei Grassmayr mit Gebet. In zwei Gruppen wurden wir von Mitgliedern der Familie durch das Museum und die Werkstatt geführt. Wir erfuhren, wie eine Glocke entsteht, warum Bronze das bessere Material ist und dass die bisher größte Glocke, die bei Grassmayr gegossen wurde, 15 Tonnen wiegt und in Israel auf dem Berg Tabor erklingt.

die Glocke wird gegossen

 

Etwa aller vier Wochen und das jeweils am Freitagnachmittag werden je nach Auftragslage neue Glocken gegossen. Am 15. Juli  sind es 11 Glocken gewesen. Ein vollständiges Geläut mit 5 relativ großen Glocken für eine Gemeinde in Arlberg, jeweils eine Glocke für Gemeinden in Brandenburg, Südtirol und  Ru-mänien und drei für Adelsberg, wobei die kleinste Glocke im Guss zu unserem Geläut gehörte. Zu Beginn des Gusses sprachen die vier anwesenden Pfarrer der beteiligten Gemeinden ein Gebet und erbaten Gottes Segen für die Arbeit, die Arbeiter und die Gemeinden, in denen die Glocken einmal die Menschen zum Gebet rufen sollen. Der Guss selbst dauerte etwa 45 min.

Vor etwa 150 Gästen wurde die flüssige Bronze, die auf etwa 1100° C erhitzt werden musste, in die einzelnen Gussformen gefüllt. Nach Abschluss der Arbeiten bat der Gussmeisters, das Lied „Großer Gott wir loben dich“ anzustimmen, um für das Gelingen der Arbeiten zu danken.  Im Anschluss waren alle Gäste gemäß der Tradition der Fa. Grassmayr zum „Guss-Schnapsl“ in den Garten geladen. Am 18. August erfolgte die Abnahme der Glocken durch Herrn Schumann, den  Glockensachverständigen unserer Landeskirche. Es wurden keinerlei Beanstandungen festgestellt, so dass der Einbau der Glocken durch die Fa. Heidenauer Glockenläute- und Elektroanlagenbau erfolgen kann.

 

ein Teil der Adelsberger Gruppe