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Gemeinde-Partnertreffen in Parensen vom 16.-18.9.2016 unter dem Thema „Christliche Nächstenliebe – Auftrag und Aufgabe im Umgang mit Flüchtlingen“

Im 33. Jahr unserer Gemeindepartnerschaft waren wir diesmal wieder nach Parensen eingeladen. Kaum hat sich wohl etwas an Rahmen und Ablauf geändert, aber Teilnehmerzahl und Begeisterung sind spürbar gewachsen. Mit 31 Gemeindegliedern aus Kleinolbersdorf/Altenhain war die bisher zweitgrößte Besuchergruppe angereist. Erstmals dabei waren das Ehepaar Samuel, Yvonne Hausding sowie die Asylbewerber Familie Malakouthi Khah und Saeed Simdar aus dem Iran.

Begrüßung vor dem Pfarrhaus

 

 

Freudiges Hallo vor dem Pfarrhaus am Samstag 9:00 – dann begrüßte uns herzlich Herr Schirmer, KV-Vor-sitzender, stellvertretend für Pfr. Lahmann, der leider – diesmal wegen Urlaub – wiederum nicht dabei war, und viel verpasste. Freund-licherweise vertrat ihn Daniel Küchenmeister,  Pfarrer aus Lenglern, der uns durch das Thema anhand des Bibel-textes vom barmherzigen Samariter  (Lukas 10) führte.

Die Arbeit in 8 Kleingruppen ermöglichte uns dann eine neue Sichtweise auf die handelnden Personen im Umgang mit fremden, notleidenden Menschen. Gesetzestreue und logisches Verhalten wurden spontanen und emotionalen Entscheidungen gegenübergestellt und abgewogen – eine gute Gelegenheit, eigene Sichtweisen zu erkennen und zu überprüfen. Für eine Diskussionsrunde und geistliche Zusammenfassung war leider keine Zeit mehr, und einige Fragen blieben offen.

 

Warten auf die Führung im Grenzdurchgangslager

 

 

Gleich nach dem Mittagessen ging es per Bus in das Grenzdurchgangs-lager für Flüchtlinge und Vertriebene nach Friedland. Im Frühjahr 2016 wurde hier im historischen Bahnhofsgebäude ein Museum eröffnet, das uns einen tief bewegenden Einblick in die Situation der Heimatlosen seit 1945 bot.

Durch das heutige Flüchtlingslager führte uns ein junger Mann – selbst Flüchtling aus Palästina und Syrien, der in Friedland Erstaufnahme fand und uns die Wohn- und Verwaltungsgebäude, die katholische Kirche wie auch die berühmte Fried-landglocke zeigte. Im 2. Teil beeindruckte uns das Museum mit interessanten, bewegenden Zeitdokumenten.

Der gemütliche Abend mit leckerem Essen, mit Singen, Spielen (von Jennifer Doll begeisternd geleitet) und mit viel fröhlicher Unterhaltung ließen uns das schlechte Wetter des Samstags vergessen. Passend zum Thema übergaben wir als Gastgeschenk einen Korb mit Speisen aus dem Iran. Noch einmal trafen wir uns am Sonntag zum Abendmahlsgottesdienst. Pfr. Henning Grove leitete den Gottesdienst; Pfr. Förster predigte zu Röm.10, 9-17 und rundete das Thema geistlich ab.

Bevor wir die Heimreise antraten – dankbar und angefüllt mit Freude –  wurde das nächste Treffen in Kleinolbersdorf vom 20.-22.10.2017 geplant, zu dem auch Sie herzlich eingeladen sind! Wir danken Gott, daß unsere beiden Gemeinden mit Freude erleben dürfen, wie nach scheinbarem Rückgang dieser Partnerschaft nun seit einiger Zeit mehr Interesse und größere Beteiligung deutlich erkennbar sind.

 

 

Ihre Gisela Grötzschel und Thomas Günther 

 

Rückblick auf den Weg der neuen Glocken zur Kirche

 Die Glocken werden von Innsbruck kommend nach Adelsberg gebracht  

Viele helfen beim Schmücken des Wagens und der Glocken mit

Vierspännig und unter großer Anteilnahme werden die Glocken zur Kirche gebracht.

Der Kirchenvorstand freut sich über die Ankunft der Glocken.

 

Zur Glockenweihe werden sie in dem Altarraum gebracht

 

..., später in den Turm gehoben …                      ...und im Glockenstuhl gehängt.

 

 

 

 

Film zum Glockenguss und zur Glockenweihe

Über den Glockenguss ist ein Film entstanden. Dieser soll mit den zu erwartenden Aufnahmen vom Festumzug und von der Glockenweihe wieder als DVD herausgegeben werden. Die Filme können ab Ende Oktober gegen eine  Spende von 10,00 € im Pfarramt erworben werden. Die Gelder kommen dem Glockenprojekt zugute.

Einholung der Glocken und Glockenweihe

Im Rahmen der Kirmesfeier werden die Glocken am 15. Oktober in einem Festumzug zur Kirche gebracht. Der Umzug startet um 13:15 Uhr an der Adelsbergstraße 185. Wer möchte ist herzlich eingeladen, sich dem Festumzug zur Kirche anzuschließen. Die Weihe der Glocken wird am Sonntag, dem 16. Oktober im Gottesdienst zum Kirchweihfest erfolgen.

 

Die neuen Glocken von Adelsberg

Mehr als 50 Gemeindeglieder hatten sich nach Innsbruck aufgemacht, um am 15. Juli den Glockenguss für das Adelsberger Geläut in der Glockengießerei Grassmayr mitzuerleben. Es wurde für alle eine sehr eindrückliche Erfahrung. Schon die Atmosphäre beim Empfang und während der Führung durch die Räume des Museums und der Werkstatt wirkte sehr einladend. Die Firma Grassmayr ist der älteste Familienbetrieb in Österreich, seit 1599 befindet sich die Glockengießerei in Familienbesitz.

die Glockengießerei Grassmayr

Johannes Grassmayr führt in 14. Generation die Geschäfte, sein Bruder Peter ist als Gussmeister für die Arbeit in der Werkstatt verantwortlich. Ihr Vater Christoph Grassmayr ist mit 75 Jahren immer noch dem Betrieb verbunden, führt durch das Museum und moderiert für die Gäste das Geschehen beim Gießen der Glocken.

Grassmayer jun. führt durch das Glockenmuseum

Es war zu spüren, dass hier Menschen nicht nur mit Sachkompetenz ihrer Arbeit nachgehen, sondern mit Liebe und Hingabe ihr Handwerk betreiben und sich bewusst sind, dass sie Werte schaffen, die mit Transzendenz in Berührung stehen. Deshalb beginnt jeder Glockenguss in der Glockengießerei Grassmayr mit Gebet. In zwei Gruppen wurden wir von Mitgliedern der Familie durch das Museum und die Werkstatt geführt. Wir erfuhren, wie eine Glocke entsteht, warum Bronze das bessere Material ist und dass die bisher größte Glocke, die bei Grassmayr gegossen wurde, 15 Tonnen wiegt und in Israel auf dem Berg Tabor erklingt.

die Glocke wird gegossen

 

Etwa aller vier Wochen und das jeweils am Freitagnachmittag werden je nach Auftragslage neue Glocken gegossen. Am 15. Juli  sind es 11 Glocken gewesen. Ein vollständiges Geläut mit 5 relativ großen Glocken für eine Gemeinde in Arlberg, jeweils eine Glocke für Gemeinden in Brandenburg, Südtirol und  Ru-mänien und drei für Adelsberg, wobei die kleinste Glocke im Guss zu unserem Geläut gehörte. Zu Beginn des Gusses sprachen die vier anwesenden Pfarrer der beteiligten Gemeinden ein Gebet und erbaten Gottes Segen für die Arbeit, die Arbeiter und die Gemeinden, in denen die Glocken einmal die Menschen zum Gebet rufen sollen. Der Guss selbst dauerte etwa 45 min.

Vor etwa 150 Gästen wurde die flüssige Bronze, die auf etwa 1100° C erhitzt werden musste, in die einzelnen Gussformen gefüllt. Nach Abschluss der Arbeiten bat der Gussmeisters, das Lied „Großer Gott wir loben dich“ anzustimmen, um für das Gelingen der Arbeiten zu danken.  Im Anschluss waren alle Gäste gemäß der Tradition der Fa. Grassmayr zum „Guss-Schnapsl“ in den Garten geladen. Am 18. August erfolgte die Abnahme der Glocken durch Herrn Schumann, den  Glockensachverständigen unserer Landeskirche. Es wurden keinerlei Beanstandungen festgestellt, so dass der Einbau der Glocken durch die Fa. Heidenauer Glockenläute- und Elektroanlagenbau erfolgen kann.

 

ein Teil der Adelsberger Gruppe