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Themen, die dran sind

"Reformation - Bild und Bibel" Zum Themenjahr der Reformationsdekade 2015

Das Themenjahr 2015 auf dem Weg zum Reformationsjubiläum 2017 lenkt unsere Aufmerksamkeit auf großartige Schätze unseres Glaubens und unserer Kultur: Bilderwelten kommen in den Blick, die davon erzählen, was evangelischer Glaube bedeutet. Bilder veranschaulichen die Zentralität Christi oder die Bedeutung der Predigt für die Gemeinde. Auch Geschichten der Bibel wurden in Bildern verdichtet, um Glauben zu wecken, Menschen zu befreien und sie zu verantwortlichem Reden und Handeln zu befähigen. Bilder hatten und haben aber auch eine ambivalente Wirkung: sie regen nicht nur das eigene Nachdenken an, sie können auch festlegen und die Phantasie binden.

L. Cranach d. Jüngere um 1540

Der 500. Geburtstag Lucas Cranachs d. J. gibt Anlass, über die Macht der Bilder ebenso nachzudenken wie über einen bewussten und kritischen Um-gang mit ihnen. Das Ziel des Gebotes "Du sollst dir kein Bildnis machen" gilt es auszuloten wie die Frage nach dem Verhältnis von Urbild und Abbild. Menschen können auf Bilder nicht verzichten, dürfen sie aber auch nicht anbeten. Wir brauchen Bilder, um Bilder in Frage zu stellen. Das gilt besonders für unsere Gottesbilder. Zugleich bietet das Themenjahr die Gelegenheit, die kulturgeschichtliche Bedeutung der Bibel zu reflektieren.

Als Buch-Religion muss sich das Christentum immer neu mit berechtigten Anfragen aus-einandersetzen: Wieso und wie können sich Menschen an einem alten, kanonischen Text orientieren, der als heilig gilt, aber auch missbraucht werden kann? Die christlichen Kir-chen haben seit Jahrhunderten einen wissenschaftlich-reflektierten Umgang mit der Bibel entwickelt, der den Standards anderer Geisteswissenschaften in nichts nachsteht. Darüber mussten sie die Bibel als Quelle von Glauben und Leben bewahren. Bis heute werden Men-schen in, mit und unter den Texten der Bibel angesprochen und im Innersten berührt. Das Wissen um die Entstehungsgeschichte der Überlieferung bedeutet nicht den Verlust von Frömmigkeit. Das Wissen um die Untrennbarkeit von Gotteswort und Menschenwort be-deutet nicht den Verlust der Gewissheit: Gottes Geist will durch das Wort der Bibel wir-ken. ... "Bild und Bibel" erinnern daran, dass die Reformation ihre Wirkkraft mit der Hilfe starker Kommunikationsmedien entfaltet hat. 500 Jahre nach der "Medienrevolution", die mit der Entwicklung von Massendruckverfahren einherging, erleben wir durch die Digi-talisierung Umbrüche, die vergleichbar tiefe Veränderungen unserer Lebenswelten mit sich bringen. Was bedeutet es, wenn wir als Christenmenschen, die vom Hören kommen und das Sehen brauchen, jetzt in ein digitales Jahrhundert gehen? Es wäre schön, wenn uns das Themenjahr "Reformation - Bild und Bibel" auch zu ersten Antworten auf diese Frage führte. ...

Auszug aus dem Vorwort zum EKD-Magazin „Reformation - Bild und Bibel" von Dr. h.c. Nikolaus Schneider, ehemaliger Ratsvorsitzender der EKD

 

Kirchgemeinde auf dem Weg zur Einheit im Glauben – der Kirchenvorstand in Klausur

Was halten Sie von unserer Kirchgemeinde? Was gefällt Ihnen hier besonders, was möchten Sie nicht missen? Und was sollte sich ändern? Mit diesen Fragen trafen sich die Kirchenvorstände aus Adelsberg und Kleinolbersdorf am 30. und 31.Januar zu einer Klausur. Unser Thema war: „Wo stehen wir, wohin wollen wir?" Ein guter Einstieg in die Arbeit der neu gewählten Kirchenvorstände - auch eine Möglichkeit, Schwerpunkte zu entwickeln für die nächsten Jahre. Pfarrer Förster begrüßte uns am Freitagabend in großer Runde; anwesend waren auch die Hauptamtlichen im Verkündigungsdienst, Annette Albani, Damaris Kühnel sowie Vikar Michael Ahner. Der Lehrtext des Tages, „Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet." (Röm. 12,12) erinnert uns an anstehende Aufgaben in den Gemeinden. Wir werden Entscheidungen zu treffen haben, die auf Hoffnung gerichtet sein werden. Manches Schwierige (Trübsal) wollen wir geduldig miteinander auf den Weg bringen. Und das Gebet - als aktives Gespräch mit Gott - wird uns Nahrung und Stärkung sein.

Da es für einige von uns noch unbekannte Gesichter gab, war eine Vorstellungsrunde recht hilfreich zum Kennenlernen und Warmwerden. Auf papiernen Ahorn-Blättern schrieben wir unsere Namen, und mit fünf Worten haben wir uns vorgestellt, wie wir uns als Persönlichkeit sehen. Diese bunte Mischung ergab dann zusammengestellt einen großen Baum mit verschie-denen Blättern. Ein schönes Bild für den Kirchenvorstand: ein Baum, verschiedene Äste und Zweige und bunte Blätter - eine Vielfalt, die wir brauchen werden für vielfältige Herausforderungen in der Gemeindeleitung. Dann war Zeit, auf einem Fragebogen zu verschiedenen Aspekten der Gemeindearbeit Erfahrungen und Beobachtungen zusammenzu-tragen. Was läuft gut im geistlich-theologischen Bereich? Wie sieht es aus mit den Beziehungen untereinander und der Beteiligung in den Gemeinden? Was gibt es an Organisatorischem anzumerken?

Es war sehr beeindruckend, sich einmal bildlich vor Augen zu halten, wie viele Angebote und Möglichkeiten in unseren Gemeinden bestehen und wahrgenom-men werden. Das sind unsere Gottesdienste - in unterschiedlichen Formaten - die Freude an der Musik, die beide Gemeinden verbindet in Gruppen und Pro-jekten, eine lebendige Kinder- und Jugendarbeit, Gebetskreise, Taize-Gebete, Freizeiten, Hauskreise, Feste usw. Viele Kinder mit ihren Familien, Menschen aller Generationen prägen das Bild der Gemeinde. Sehr dankbar sind wir, dass die Arbeit im Kindergarten eine wichtige Säule im Gemeindeaufbau ist. Erfreulich ist auch die Bereitschaft innerhalb der Kirchgemeinden und darüber hinaus, sich mit Spenden am Aufbau der Gemeinden zu beteiligen - dies sowohl für den Kirchen-bau als auch z.B. für die Partnergemeinde in Bucaramanga, die wir unterstützen.

Ja - und was fehlt uns - woran sollten wir künftig noch mehr arbeiten, wo unsere Kräfte investieren? Deutlich wurde, dass wir einen Weg vor uns sehen, um Span- nungen und Unstimmigkeiten, die auftreten, miteinander auszuhalten, nebenein- ander stehen zu lassen, auch mit konträren Ansichten miteinander im Kontakt zu bleiben im Wissen um die Einheit im Geist - analog zu unserem Bild vom bunten Baum. Wie können neue Mitarbeitende für die Jugendarbeit gewonnen werden, wer kann auf den Friedhöfen unterstützen, wie bleiben Konfirmierte in der Gemeinde aktiv, wie offen sind wir für Neues, in welcher Form können künftig in beiden Gemeinden Gottesdienste gehalten werden... ? Diese und weitere Fragen bewegten uns und werden uns auch weiterhin begleiten.

Am Samstag trafen wir uns zum weiteren Arbeiten im Studien-zentrum Hennersdorf. Mit Hilfe eines Bibel-Gesprächs zu Ephe-ser 4, 1-16 (es lohnt sich, diesen Text nachzulesen!) näher-ten wir uns der The-matik: Was heißt es, in Jesu Namen zu leben und zu wirken, sich der Berufung in seinen Dienst zu stellen?

Hier kamen wir auch auf die verschiedenen Gaben, die jede und jeder einbringen kann, „einige als Apostel ..., einige als Propheten, einige als Evangelisten, einige als Hirten und Lehrer", um den Leib Christi zu erbauen. Nach der kurzen Kennen-lernphase am Vortag erlebten wir hier eine erstaunliche Offenheit im Miteinander, mit der wir uns dem Text näherten und ihn in seinen Aussagen für uns zu erkun-den suchten. Welche Vision entwickeln wir daraus für unsere Gemeinde? Grundlage und zentraler Punkt für all unser Tun und Lassen sollten - dies wurde in unserem Gespräch sehr deutlich - die Annahme in der Liebe Jesu sein. „... wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen..." - dies beschreibt den Prozess, der unseren Weg bestimmen soll.

Abschließend schrieben wir auf, wie wir uns Gemeinde wünschen. Daraus hier einige Zitate, die für alle stehen können: Gemeinde ist für mich...

- Inspiration, Heimat, Herausforderung

- Zugang zur Quelle des Lebens

- Leben in Vielfalt und Achtsamkeit, mit Jesus in der Mitte

- streitbar und vereint im Glauben

- ein Netzwerk aus liebevollen Beziehungen, gespeist aus der Kraftquelle der Liebe Gottes

- andere Menschen einladen, sich gemeinsam auf den Weg machen, um uns zu Jesus hin verändern zu lassen

- Liebe in Aktion leben

- bunte Gemeinde in der Nachfolge Jesu

- Menschen befähigen, ihren Glauben an Jesus Christus selbstbestimmt und authentisch zu leben

- in willkommen heißender Atmosphäre miteinander unterwegs zu Gott

- Vielfalt und Begrenztheit mit einem Ziel: Jesus

- Menschen in der Nachfolge Christi befähigen und begleiten

- ein Ort zum geistlichen Tiefenwachstum

Die Zeit war knapp, wir hatten in wertschätzender Atmosphäre einen lebhaften Vormittag miteinander und kamen uns so auch ein gutes Stück näher. Der Wunsch lag nahe, sich in ähnlicher Art und Weise immer mal wieder zu begegnen, um miteinander das Wachsen in den Gemeinden in den Blick zu nehmen. Wachsen beginnt bei uns selbst - eine Herausforderung für die Mitarbeit in der christlichen Gemeinde.

Zum Mittagessen und folgendem Spaziergang war auch Gelegenheit zu Begeg-nungen mit Partnern und Familien der Kirchvorstehenden und Mitarbeitenden. Alles in allem erschien diese Klausur sehr anregend und inspirierend. Wir sind miteinander unterwegs zu einem großen Ziel: „zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes" (Eph. 4,13). Sie werden hoffentlich von diesem Bericht unserer Klausur angeregt sein, uns in der Arbeit im Kirchenvorstand wohlwollend, fürbittend und kritisch zu begleiten.

Gisela Grötzschel und Annette Meißner

 

 

 

 

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