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Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Montag, 22. September 2014:
Losungstext:
Als die drei Freunde Hiobs all das Unglück hörten, das über ihn gekommen war, kamen sie und saßen mit ihm auf der Erde sieben Tage und sieben Nächte und redeten nichts mit ihm; denn sie sahen, dass der Schmerz sehr groß war.
Hiob 2,11.13
Lehrtext:
Weint mit den Weinenden.
Römer 12,15


Kennzeichen: Liebe

„Das will ein Christ sein?“ Derartige Bemerkungen sind immer wieder zu hören. Menschen außerhalb der Kirchgemeinde nehmen genau wahr, wie Christen sich verhalten. Wer sich Christ nennt, muss das wissen und soll als solcher erkennbar sein. Doch woran ist das Christsein abzulesen? Reicht der Fisch am Auto oder spricht der Fahrstil eine deutlichere Sprache?

 

Kurz vor seiner Kreuzigung gibt Jesus den Jüngern einen Hinweis, woran seine Nachfolger zu erkennen sind: „Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr einander liebt.“ (Johannes 13,35) Unmittelbar vorher hat er dieses Anliegen in einer eindrücklichen Handlung unterstrichen. Er hat sich die Schürze umgebunden, sich niedergekniet und den Jüngern die Füße gewaschen. Eine solche Handlung ist damals nur von Sklaven verrichtet worden. So hat sich Jesus zum Diener gemacht und gezeigt, was Liebe bedeutet. „Sie sucht nicht das Ihre, sondern das, was dem anderen dient“, schreibt Paulus später darüber. Die Liebe zueinander ist begründet in der Liebe, die Jesus jedem von uns entgegenbringt. Der Freund meines Freundes ist auch mein Freund. Wenn Jesus sich für meinen Nächsten einsetzt, ihn annimmt und sich seiner erbarmt, wie könnte ich, der ich zu Jesus gehören möchte, anders mit meinem Mitmenschen umgehen wollen?

 

Manche mag dieses Liebesgebot zu schwer erscheinen. Wie soll das gelingen, wo wir doch so unterschiedlich sind? Liebe lässt sich doch nicht befehlen oder erzwingen? Das Geheimnis der Liebe liegt bekanntlich im Geliebtwerden. Wer sich geliebt weiß, wird zur Liebe fähig. Das ist ein wichtiger Grundsatz in der Erziehung von Kindern. Sie liebesfähig zu machen heißt, ihnen Liebe erweisen. Deshalb dient auch Jesus seinen Jüngern zuerst, bevor er sie auffordert, Liebe zu zeigen. Was wir tun können, ist nur der zweite Schritt und die Antwort auf das, was Jesus an uns schon getan hat.

 

Zudem führt das Liebesgebot Jesu in eine große Freiheit und in die Eigenverantwortung des Einzelnen. Jesus gibt eben keinen Regelkatalog von Verhaltensweisen vor, die einengen und entmündigen. Vielmehr ist sein Liebesgebot die Vorgabe eines Prinzips, dessen konkrete Ausgestaltung unsere Aufgabe und Verantwortung bleibt. Keiner hat das besser verstanden als der große Kirchenlehrer Augustin, der gesagt hat. „Für Christen gilt: Liebe üben, und darüber hinaus kannst du machen, was du willst.“

 

Im Namen aller Mitarbeiter und Kirchvorsteher grüßt Sie herzlich

Ihr Pfarrer Daniel Förster