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Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Freitag, 28. November 2014:
Losungstext:
Der Israel zerstreut hat, der wird’s auch wieder sammeln und wird es hüten wie ein Hirte seine Herde.
Jeremia 31,10
Lehrtext:
Gottes Gaben und Berufung können ihn nicht gereuen.
Römer 11,29


Die Wüste wird blühen

Eine alte Geschichte aus Nordafrika erzählt von einem Beduinen, der sich hin und wieder auf den Boden legte und sein Ohr in den Wüstensand drückte. Stundenlang horchte er so in die Erde hinein. Verwundert fragte ihn einer:  „Was machst du da eigentlich?“ Der Beduine erhob sich und antwortete: „Freund, ich horche, wie die Wüste weint. Sie möchte gern ein Garten sein!“

Von einer blühenden Wüste, die dazu jubelt und singt, spricht  der  Prophet  Jesaja: „Die  Wüste  und  Einöde  wird frohlocken, und die Steppe wird jubeln und wird blühen wie die Lilien.“ (Jesaja 35,1 – Monatsspruch für Dezember). Der Vers ist einem der großen Hoffnungs-texte der Bibel entnommen. Mit dem Bild von der Wüste kündigt Jesaja die Heils-zeit an. Was vorher wie tot erschien, soll neu zum Leben finden. Die Wandlung beginnt in der Natur und wirkt sich bis hin zu den Menschen  aus. Sie ziehen sin-gend als Erlöste nach Jerusalem. Sie freuen sich, denn ihnen wurde gesagt: „Siehe, da ist euer Gott, er kommt zu euch.“

Jahr für Jahr feiern die Christen zu Weihnachten das Kommen Gottes. Die Ver-heißungen des Jesaja werden in dieser Zeit oft zitiert. Aber Gottes Kommen ist anders gewesen, als es der Prophet angekündigt hat. Gott kam als Kind. Er wurde ein Mensch und setzte sich dem aus, was Menschen zu erleiden haben. Sogar den Tod nahm er auf sich.  So brachte er die Liebe Gottes in die Welt, eine Liebe die Anteil nimmt, die sich hingibt und aufopfert. Und eine Liebe, die verändert, die Menschen prägen will. Sie tröstet, ermutigt und heilt. Die Wandlung, von der Jesaja gesprochen hat, beginnt bei denen, die sich von dieser Liebe ansprechen lassen und ihr nachfolgen.

Obwohl wir mit Weihnachten Gottes Kommen feiern, weint die Wüste immer noch. Sie ist noch kein Garten geworden. Noch immer stehen sich Menschen feindlich gegenüber, gibt es Krieg, Leid und Tod. Gott ist mit dem, was Jesaja angekündigt hat und mit Jesus begonnen hat, noch nicht am Ziel. Auch was mit Weihnachten seinen Anfang nahm, ist noch nicht vollendet. Noch immer ist Gott im Kommen. Die Frage ist, ob wir uns von den Hoffnungstexten der Bibel zur Hoffnung anstecken lassen. Die Frage ist, ob wir es seiner Liebe zutrauen, Menschen zu erreichen und zu verändern. Und ob wir uns davon erreichen lassen?

Ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute im neuen Jahr wünscht im Namen aller Mitarbeiter und Kirchvorsteher

Ihr Pfarrer Daniel Förster