Am Freitag, dem 12.10 nachmittags, unternahmen 12 Gemeindemitglieder aus Kleinolbersdorf und Altenhain die Fahrt in unsere Partnergemeinde in Parensen-Lüttgenrode bei Göttingen zum alljährlichen Partnertreffen. Uns allen war klar, dass das 27. Jahr der Partnerschaft ein besonderes werden würde. Im Rückblick auf das Jahr 2011 muss gesagt werden, dass die Partnerschaft auf Grund der geringen Beteiligung in eine schwierige Phase getreten war. Doch die Tatsache, dass alle Teilnehmer eine Gastfamilie bekommen hatten und dass auch wieder junge Leute aus unserer Gemeinde teilnahmen, machte uns Mut.
Am Samstagmorgen fand im Ge-meindehaus in Parensen das erste Treffen statt, und es begann für die meisten von uns mit einer Überraschung. Es begrüßte uns ein neuer Kirchenvorstand mit Frau Verena von Breitenbuch an der Spitze. Aber auch die Organisatoren „der ersten Stunde“ wie Frau Körber und Herr von Roden waren mit dabei und so war die Begrüßung sehr herzlich. Beim Thema, moderiert von den Pfarrern Förster und Lahmann, ging es um die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, um sie an den Glauben heranzuführen und sie über die Konfirmation und die JG bis in die Gemeinde zu begleiten. In der Diskussion wurde noch einmal die unterschiedliche Entwicklung der Gemeinden bis zur Wende herausgestellt und die Probleme, aber auch Chancen, die sich daraus noch heute ergeben. Zu den Gemeinsamkeiten zählen die knappen Kassen, die damit verbundenen Zusammenlegungen der Gemeinden und die daraus resultierenden Probleme, die nicht zuletzt dazu führen, dass sich vor allem jüngere Menschen von den Gemeinden abwenden. Es hat uns aber doch erstaunt zu hören, dass es in der Partnergemeinde keine feste Stelle für die Jugendarbeit gibt, was natürlich große Probleme bei der Arbeit mit den Kindern schafft. Übereinstimmung bestand darin, dass es sehr wichtig ist, schon die Allerkleinsten und die Vorschul- und Grundschulkinder in die Gemeindearbeit und die Gottesdienste zu integrieren. Hier sollten auch verstärkt die Eltern der Kinder zur Mitarbeit in der Gemeinde angeregt und einbezogen werden.Nach dem Erfahrungsaustausch gab es Mittagessen in den Gastfamilien und am Nachmittag stellt uns Herr Christoph von Breitenbuch in einem Vortrag den neu gepflanzten „Energiewald“ der Agrar-Betriebsgemeinschaft Leine-Solling vor. Hier wurden 10 Hektar Ackerfläche für die nächsten 25 Jahre mit Pappeln bepflanzt. Aus diesen Pappeln sollen spätestens in 3-5 Jahren Hackschnitzel und Holzpellets her-gestellt werden um eine klimaneutrale Verbrennung in Heizungsanlagen zu gewährleisten. Anschließend wurde bei einer kleinen Wanderung der Energie-wald besichtigt und es war eindrucksvoll zu sehen, wie schnell die Pappeln seit April gewachsen waren (bis ca. 2,5m). Am Abend fand das traditionelle Familien-treffen in lockerer Runde mit Rostern und Salaten statt. Zur Freude aller war der Gemeinderaum gut gefüllt. Nach gemeinsamen Singen und Essen gab es viel Zeit, die neuen Bekanntschaften zu vertiefen und kirchliche und persönliche Dinge zu besprechen. Alle fanden es gut, dass auch wieder Kinder und jüngere Leute dabei waren. Leider war der Abend, wie eigentlich immer, zu schnell vorüber.
So feierten wir am Sonntag gemeinsam den Gottesdienst, und trafen uns im Gemeinde-haus zur abschließenden Ge-sprächsrunde und zum ge-meinsamen Mittagessen. Das Fazit ist ein durchweg posi-tives. Es wurden neue Freund-schaften geknüpft, alte gefestigt und unsere Ein-ladung zum Gegenbesuch 2013 fand ein breites Echo.
Es wurden auch neue Formen besprochen und der Vorschlag das Treffen einmal in einem Rüstzeitheim durchzuführen, fand eine breite Zustimmung. 27 Jahre Partnertreffen sind eine lange Zeit und wir, die wir schon lange dabei sind, würden uns wünschen, dass das Treffen noch lange weiterlebt. Es lebt durch Gottes Segen, aber auch durch die Menschen, die an der Gemeinde teilnehmen und teilhaben. So wünschen wir uns auch aus unserer Gemeinde, dass jungen Menschen mit und ohne Familie, die Chance nutzen auf diese Weise Gemeinde zu erfahren. Wer Interesse hat, wende sich bitte an Frau Heidrun Weber, Pfarrer Förster oder einen der diesjährigen Teilnehmer.
Mike Grambow